Kandidatenvorstellung: Christian Bunn

Wir stellen in diesem und zwei weiteren Beiträgen unsere Spitzenkandidaten für die Stadtratswahl, sowie für die Ortratswahlen in Weende und Geismar vor. Heute möchten wir euch Christian Bunn vorstellen, welcher im Wahlbereich Geismar sowohl für den Ortsrat, als auch für den Stadtrat kandidiert.

Christian Bunn ist Teil des Bündnisses für nachhaltige Stadtentwicklung und kandidiert für den Ortsrat Geismar. Ihm liegt es am Herzen, den Stadtteil konstruktiv mitzugestalten, damit dieser unterschätzte Ortsteil sein volles Potential entwickeln kann. Nahversorgung, kurze Wege und lebenswerte Ortsgestaltung für Familien, ältere Nachbarn und lokale Unternehmen sind ihm wichtig.

Im Ortsrat wird er sich einsetzen für sichere Schulwege, Verschönerung grüner öffentlicher Orte und Wohnungsbau unter Berücksichtigung der Nachbarschaft. Einbringen wird er dazu seine Fachkenntnisse in der Klimaanpassung und dem Klimaschutz. Schutz der Menschen vor Hitze, Dürre oder Starkregen erfordert eine vorausschauende Planung und konsequente Umsetzung. 

„Wir stehen vor großen Herausforderungen um Geismar auf eine Zukunft mit Verkehrswende, Energiewende und Klimafolgen vorzubereiten. Ich sehe großes Potential um die Lebensqualität in Geismar weiter zu steigern indem wir das Viertel in dem wir wohnen grüner, ruhiger und sicherer mitgestalten. Begrünte Aufenthaltsorte, Spazierwege, und entspannte Schulwege sind nur einige der Möglichkeiten die wir umsetzen möchten.“ (Christian Bunn)

Dr. Christian Bunn ist Agrarökonom und hauptberuflich tätig als Wissenschaftler an einem internationalen Institut. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit der datengestützten Anpassung an den Klimawandel im Kaffee- und Kakaobereich. Dabei legt er besonders Wert darauf den betroffenen Akteuren zuzuhören, und dann gemeinsam Handlungsoptionen zu entwickeln.

Kandidatenvorstellung: Lukas Flinzberger

Wir stellen in diesem und zwei weiteren Beiträgen unsere Spitzenkandidaten für die Stadtratswahl, sowie für die Ortratswahlen in Weende und Geismar vor. Heute möchten wir euch Lukas Flinzberger vorstellen, welcher im Wahlbereich Weende/Nord sowohl für den Ortsrat, als auch für den Stadtrat kandidiert.

Lukas Flinzberger vom Bündnis für nachhaltige Stadtentwicklung (BfnS) kandidiert für den Ortsrat Weende. Politisch setzt sich Lukas insbesondere für eine klimaangepasste Stadtentwicklung ein. Dazu gehören der Schutz von Bäumen und Grünflächen, die Entsiegelung unnötig versiegelter Flächen, der Erhalt von Frischluftschneisen sowie die Anpassung öffentlicher Räume an die Folgen des Klimawandels.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner politischen Arbeit ist die Verkehrswende. Ein erklärtes Ziel des BfnS ist es, die Fortbewegung in Göttingen für Fußgänger, Radfahrer und Nutzer*innen des ÖPNV deutlich attraktiver zu machen. Dazu gehört auch die konsequente Umsetzung des Radentscheids. Speziell für Weende sieht Lukas Handlungsbedarf bei der Verkehrsführung im Altdorf, entlang der Fahrradstraße und im Umfeld der Schulen. Der Durchgangsverkehr muss dort deutlich reduziert werden, damit sichere Straßen für Kinder sowie alle zu Fuß gehenden und Radfahrenden entstehen.

„Weende soll ein lebenswerter Stadtteil für alle Generationen bleiben. Dazu gehören mehr Sicherheit für Kinder auf dem Schulweg, eine klimafeste Gestaltung unserer Straßen und Plätze sowie eine Verkehrspolitik, die Menschen und Gesundheit priorisiert, und nicht PKWs.“ (Lukas Flinzberger)

Dr. Lukas Flinzberger ist neben seiner Kandidatur für den Ortsrat Weende auch im Wahlbereich 4 (Nord) für die Stadtratswahl aufgestellt. Er lebt seit 2018 in Weende, ist verheiratet und Vater einer kleinen Tochter. Lukas studierte Geographie und Umweltmanagements, bevor er 2018 für seine Promotion nach Göttingen kam. Er forscht zu Fragen nachhaltiger Landschaftsentwicklung sowie regionaler Lebensmittelsysteme und und arbeitet heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel in Witzenhausen.

Kandidatenvorstellung: Francisco Welter-Schultes

Wir stellen in diesem und den beiden folgenden Beiträgen unsere Spitzenkandidaten für die Stadtratswahl, sowie für die Ortratswahlen in Weende und Geismar vor. Den Anfang macht unser bisheriger Stadtrats-Abgeordneter Francisco-Welter Schultes, welcher wieder im Wahlbereich 5 (Innenstadt) zur Wahl antritt.

Francisco Welter-Schultes ist seit 2021 Abgeordneter im Rat für das Bündnis für nachhaltige Stadtentwicklung (BfnS) und war dort bereits 2016-2021 Abgeordneter für die Piratenpartei. Als Mitglied des Bauausschusses liegen seine Schwerpunkte in den Bereichen Bauen, Umwelt und Verkehr sowie Bürgerbeteiligung. Von den Sitzungen des Rates und der Ausschüsse schreibt Francisco Berichte, die von vielen Interessierten aus dem Umfeld gelesen werden.

Francisco Welter-Schultes

Francisco hat als Teil eines Teams den Radentscheid mit ausgearbeitet und mit seiner Fachexpertise und Erfahrung aus der Ratsarbeit dazu beigetragen, dass beide Bürgerbegehren relativ schnell rechtskonform waren und ab Mitte 2023 die Unterschriften gesammelt werden konnten. Auch im Team zum Sammeln der Unterschriften war Francisco aktiv.
Francisco war der einzige von den 47 Abgeordneten im Rat, der den Radentscheid von Anfang an unterstützt und mitgetragen hat. Dass ein Bürgerentscheid in einer Großstadt unter solchen Bedingungen 54 % der Wahlstimmen erhält, kommt sehr selten vor.

„Wir werden als BfnS-Abgeordnete versuchen, uns weiterhin für die Belange der Stadtbevölkerung einzusetzen, zu informieren wo wir können, und dafür eintreten, dass der Radentscheid nicht zwischen den Fingern zerrinnt. Der Bürgerentscheid ist bindend und muss in seiner wesentlichen Forderung umgesetzt werden, der Trennung von Fahrrad und Auto auf vielbefahrenen engen Durchgangsstraßen. Die Bevölkerung hat Mut bewiesen und hat es verdient, dass ihre Stimme gehört wird.“ (Francisco Welter-Schultes)

Dr. Francisco Welter-Schultes ist Zoologe, hat in Göttingen im Fachgebiet Weichtierforschung promoviert und leitet seit 2019 eine Arbeitsgruppe der Internationalen Kommission für Zoologische Nomenklatur, die derzeit die Regeln für das seit 1758 gebräuchliche System der wissenschaftlichen Tiernamensgebung überarbeitet.

PM: BfnS für stadtweites Böllerverbot

Das Bündnis für nachhaltige Stadtentwicklung setzt sich für ein stadtweites Böllerverbot an Silvester ein.

Das Bündnis für nachhaltige Stadtentwicklung setzt sich dafür ein, das Verwenden von Pyrotechnik an Silvester in der gesamten Stadt in einer Allgemeinverfügung zu untersagen. Hierzu liegt zum 14.02.2025 ein gemeinsam mit der USE-Ratsgruppe eingebrachter Ratsantrag vor.

Feuerwerk an Silvester ist heute nicht mehr die liebenswerte Tradition, die sie früher einmal war. Feuerwerkskörper haben sich immer mehr zu gefährlichen Sprengsätzen entwickelt, die von vielen auch als solche begriffen werden und die nicht nur immer größere Schäden anrichten, sondern auch zunehmend gegen Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettungsdienste gerichtet werden. 

Die raue Stimmung in den sozialen Medien wird an Silvester auf die Straße getragen, wo Sprengsätze auch ungeniert gegen öffentliches Eigentum eingesetzt werden. Dieses Jahr wurde eine nagelneue Rutsche auf einem Spielplatz im Ostviertel zerstört, die von Göttinger Firmen finanziert wurde – 15.000 Euro Schaden. Es kann so nicht weitergehen.

Eine Petition für ein bundesweites Böllerverbot wurde innerhalb weniger Tage von über 2 Millionen Menschen unterzeichnet – die mit Abstand erfolgreichste Petition in der bundesdeutschen Geschichte. Immer mehr Menschen möchten, dass dieser Zustand endlich ein Ende hat. In Österreich ist das Verwenden von Feuerwerkskörpern durch Privatpersonen bereits seit 2010 untersagt.

„Feuerwerke sollten nur von professionellen Pyrotechniker*innen betrieben werden“, heißt es in der Begründung des Ratsantrags. Denkbar wäre ein von Profis betriebenes Feuerwerk zu Mitternacht im öffentlichen Raum, wie es auch zu anderen festlichen Anlässen angeboten wird.

Böllerverbote sind Allgemeinverfügungen und müssen sich nach gerichtlichen Entscheidungen auf bestimmte Straßenzüge konzentrieren und haarklein begründet werden – doch die Gefahren haben sich inzwischen auf ganze Stadtgebiete ausgeweitet. Auch die Gerichte werden – und darauf zielt der Ratsantrag – ihre Bewertungen an die geänderten Bedingungen der heutigen Zeit anpassen müssen. Es gibt nicht genug Polizei, um den immer häufigeren Missbrauch der Sprengkörper in der gesamten Großstadt in Grenzen zu halten. Das Risiko, dass es zu Schäden kommt und Einsatzkräfte mit Sprengkörpern angegriffen werden, ist immer weiter gestiegen. Ein stadtweites Böllerverbot lässt sich gut begründen. Freiheitsrechte enden dort, wo das Leben und die körperliche Unversehrtheit von anderen gefährdet werden.

Mit enormer Sprengkraft in der Silvesternacht zerstört: Nagelneue Rutsche am neuen Spielplatz auf den Schillerwiesen.

Bündnis für nachhaltige Stadtentwicklung Göttingen
– Der Vorstand –