PM: Jahnstadion

Jahnstadion: Kritik an GöSF beruhte auf missverständlicher GT-Berichterstattung

Dem Bündnis für nachhaltige Stadtentwicklung ist es ein Anliegen, nach der Berichterstattung im Göttinger Tageblatt vom 10.03.2021 ihr Verhältnis zur Göttinger Sport und Freizeit GmbH GöSF und den Planungen am Jahnstadion klarzustellen.

Die Pressemitteilung des Bündnisses vom 23.02.2021 beruhte auf einer von uns im Nachhinein als missverständlich empfundenen Berichterstattung im Göttinger Tageblatt vom 20.02.2021. Dort klangen Tendenzen einer Kommerzialisierung im Sport an, die sich hinterher nach einer Klärung mit dem Vorstand der GöSF in einem anderen Licht darstellten. Die Aussage im GT vom 10.03.2021, das Bündnis habe ein Gesprächsangebot mit der GöSF abgelehnt, stimmt so nicht. Unmittelbar nach unserer Pressemitteilung hatten wir mit der GöSF am 25.02.2021 zunächst geklärt, dass ein Präsenztreffen pandemiebedingt nicht in Frage kam. Diesen zwei Wochen alten Informationsstand nahm das GT als Grundlage für ihre Aussage.

Die Vorstände von GöSF und BfnS vereinbarten kurz danach eine Videokonferenz, die in der Folgewoche in einer harmonischen Atmosphäre stattfand. Dort konnten etliche Missverständnisse ausgeräumt werden, die ihre Ursache im GT-Bericht hatten. Auch die GöSF war über die Art der Berichterstattung nicht glücklich. Uns verwundert sehr, wie spät dieser zweite Bericht im GT am 10.03.2021 erschienen ist, und dass weder unser Bündnis noch die GöSF in den vergangenen zwei Wochen kontaktiert wurden, um sicherzustellen, dass die getroffenen Aussagen noch halbwegs aktuell waren.

Wesentliche Inhalte von Ende Februar entsprechen nicht mehr dem aktuellen Sachstand. Anders als im Bericht vom 20.02.2021 vermutet werden konnte, werden die Räumlichkeiten im Jahnstadion nicht einem privaten Fitness-Center untervermietet, sondern einem angesehenen Göttinger Sportverein. Die GöSF spielt nicht Sportvereine gegen kommerzielle Anbieter aus, wie es den Anschein hatte, sondern setzt ihre Prioritäten klar beim Vereinssport. Der Jahnsportpark wird nicht in etwas sensationell Neues verwandelt – vielmehr wird es für die Vereine, die das Stadion bisher genutzt haben, kaum eine sichtbare Veränderung und für wegfallende Räumlichkeiten eine geeignete Kompensation durch die Ertüchtigung anderer Räume im Stadionbereich geben.

Die GöSF hat in unseren Augen die Aufgabe, sich für ein ausgewogenes Miteinander von Vereinssport und kommerziellen Akteuren einzusetzen, und den Sportvereinen verlässliche Unterstützung bereitzustellen. Dass Kapazitäten im Stadion besser genutzt und nutzungsfreie Zeiten verplant werden, ist unserer Ansicht nach sinnvoll. Die GöSF konnte uns von ihrem Umbaukonzept für das Jahnstadion überzeugen.


Bündnis für nachhaltige Stadtentwicklung (Der Vorstand)
Francisco Welter-Schultes, Lukas Flinzberger, Erika Lohe-Saul, Werner Schulze